Eye-Tracking
Was ist Eye-Tracking?
Eine Augenkamera zeichnet auf, welche Bildschirmbereiche der Benutzer
fest in den Blick nimmt und wie lange. Die Registrierung von
Blickbewegungen, auch Eye-Tracking genannt, macht so die visuelle
Wahrnehmung bei der Produktnutzung sichtbar.
Beim Eye-Tracking misst eine hoch auflösende Kamera die Augenbewegungen von Versuchspersonen über Infrarotstrahlen. Die heutigen Systeme zur Untersuchung von Bildschirmmaterial messen die Blickbewegungen berührungslos.
Was bringt Eye-Tracking?
Eye-Tracking ist eine sehr effektive Usability-Methode. Bereits 12 bis 15 Testpersonen reichen aus, um einen Großteil der Schwachstellen bei der Benutzerführung einer Software zu ermitteln. Dabei wird die Reihenfolge, in der Benutzer sich auf Bildschirminhalte konzentrieren, ausgewertet.
Weitere Vorteile von Eye-Tracking sind:
- Die Ergebnisse sind quantifizierbar: sowohl Fixierzeiten als auch Blickverlaufs-Punkte sind messbar und stellen objektive Daten über den Verlauf der Aufmerksamkeit dar.
- Einzelne Interessensbereiche, sogenannte Areas of Interest, lassen sich analysieren. Welche Bereiche, z. B. Navigation oder Suche, ziehen die meiste Aufmerksamkeit auf sich? Welche Bereiche werden am häufigsten ignoriert? Welche Bereiche verwirren den Benutzer?

Welchen Mehrwert hat "Interview-gestütztes Eye-Tracking"?
Spielen die Versuchsleiter nach dem Test der Testperson ihren eigenen Blickverlauf vor und fordern sie auf, diesen laut zu kommentieren, erhält man zusätzliche Informationen über das „Warum“ der Blickpfade. Etwa dass eine Textstelle länger betrachtet wurde, weil ein Begriff dem Anwender unbekannt war. Oder es gab viele Regressionen, d.h. der Leserichtung entgegengesetzte Blickpfade, weil der Text sehr schwer verständlich war.
So lassen sich neben den quantitativen Blickdaten auch qualitative Ergebnisse ermitteln. Die Verbindung der beiden Methoden Eye-Tracking und "Lautes Denken" verbindet die Vorteile beider Methoden und führt zu Synergieeffekten.

